Georg Christoph Bach (1642-1697)

Der Sohn von Christoph Bach und der ältere Bruder von Johann Ambrosius Bach, dem Vater Johann Sebastians wurde in Erfurt geboren. Er erfuhr seine musikalische Ausbildung in Arnstadt sowie am Casimirianum in Coburg. 1668 wurde er Kantor und Organist in Themar, und von 1688 bis zu seinem Tod bekleidete er das Kantorenamt an St. Johannis in Schweinfurt. Dort waren bereits seine Onkel Johann und Heinrich Bach Organisten gewesen.

 

Sein bekanntestes Werk ist "Siehe, wie fein und lieblich ist es" für zwei Tenöre, Bass, Violine, drei Gamben und Continuo. Er komponierte es an seinem 47. Geburtstag bei einem Besuch in Schweinfurt bei seinen jüngeren Zwillingsbrüdern. Vier seiner Choralkantaten zu folgenden Liedern sind erhalten: "Vom Himmel hoch, da komm ich her", "O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen", "O Haupt voll Blut und Wunden" sowie "Meinen Jesum lass ich nicht". Eine Schweinfurter Inventarliste von 1689 listet noch drei weitere Vokalwerke: "Gott ist unsere Zuversicht", "Wie lieblich sind auf den Bergen" und "Wohl her, lasset uns wohl leben".