Die Orgel in Gompertshausen

Die nahezu original erhaltene zweimanualige Orgel (23 Register) aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt vermutlich von der Hand des Orgelbauers Schmidt. Sie ist möglicherweise eines seiner ersten Werke.

Zuvor stand in der Kirche eine Orgel von Johann Georg Henne aus dem Jahr 1780.


Hauptwerk:

 

Principal 8'

Hohlflöte 8'

Gedackt 8'

Octave 4'

Octave 2'

Bordun 16'

Viola di Gamba 8'

Hohlflöte 4'

Cornett 4'

Mixtur 2' 4fach

Oberwerk:

 

Octave 4'

Lieblich Gedackt 16'

Salicional 8'

Oboe 8'

Geigenprincipal 8'

Flautotraverso 4'

Flautodolce 4'

Mixtur 2' 4fach

Pedal:

 

Octavenbass 8'

Violon 16'

Posaune 16'

Subbaß 16'


Manualkoppel

Pedalkoppel

Sperrventile Pedal/HW/OW



 

Aus dem Kirchenarchiv:

 

 

In den Akten befinden sich mindestens zwei Kostenvoranschläge zwischen 1780 und 1800 von Johann Georg bzw. Heinrich Salomo Henne (Hildburghausen) eine neue Orgel für Gompertshausen betreffend. Die Disposition ist folgende:

 

 

 

Manual:

 

  1. Principal 4'

  2. Viola di Gamba 8'

  3. Quinta Thön 8'

  4. Grobgedackt 8'

  5. Kleingedackt 4'

  6. Octav 2'

  7. Quinta 3'

  8. Mixtur 3fach

  9. Flauto travers 4'

Pedal:

 

  1. Principal Baß 8'

  2. Subbaß 16'

  3. Violonbaß 16'

 

Nebenzüge:

 

  1. Cymbel Stern

  2. Tremulant

  3. Coppel n. Manual

 




 

Im Frühjahr 1869 entscheidet sich der Kirchenvorstand zu Gompertshausen für den Bau einer neuen Orgel. Die Arbeit soll Orgelbauer Ferdinand Möller (Schmiedefeld b. Suhl) erteilt werden. Die genaue Disposition war bisher leider nicht auffindbar, stattdessen allerdings eine Stellungnahme des zuständigen Orgelrevisors Anding aus Hildburghausen mit Änderungsvorschlägen, der die fertige Orgel auch – sehr zufrieden mit der Arbeit des Orgelbauers – abnahm. Die Orgelweihe fand am 17. Juli 1870 statt.

 

Die neue Orgel kostete die Gemeinde 2580 Gulden. Auf ausdrücklichen Wunsch fertigte Möller ein neues Prospektgehäuse – im Übrigen ohne besondere Kostenberechnung. Im Abnahmebericht hebt Anding noch hervor, dass Möller auf eigene Kosten (entgegen der Abmachung im Vertrag) eine vier- statt dreifache Mixtur ins Oberwerk gefertigt habe.

 

Im Vertrag vom 24. Juni 1869 ist zudem verbrieft, dass die Kirchengemeinde dem Orgelbauer die alte Orgel mit Bälgen für die Summe von 40 Gulden überlässt.