Die Dotzauer-Orgel in Zeilfeld

Die Zeilfelder Barockorgel von Christian Dotzauer, einem Schüler des berühmten Erfurter Orgelbauers Franziskus Volckland, wurde im Jahr 1767 erbaut und zu großen Teilen original erhalten. Eine umfassende Restaurierung aber war vonnöten und wurde durch die Orgelbauer der Firma Rösel & Hercher vorgenommen, sodass  das wertvolle Instrument am ersten Adventssonntag des Jahres 2013 endlich wieder erklingen konnte.

Eine Besonderheit ist das komplett original erhaltene Posaunenregister im Pedal, möglicherweise das einzige erhaltene Zungenregister aus der Werkstatt Dotzauers.

Erste verbürgte Reparaturen erfolgten im Jahr 1835, ebenso 1875. Darauf verweisen Inschriften am Orgelgehäuse. Letztere Eingriffe geschahen durch die Orgelbauer Schmidt und Kühn (Schmiedefeld), die die Gambe, die Spitzflöte, die Octave 2 und die Mixtur (die ursprünglich terzhaltig war) sowie die Klaviaturen erneuerten.

1959 nahm Gustav Kühn noch einmal Umbauten vor, so brachte er die Orgel auf "Normalton", indem er die Traktur um 2 Halbtöne umhängte.


Hauptwerk C-d'''

 

1 Principal 8' [nicht original]

2 Grobgedackt 8'

3 Viola di Gamba' [nicht o]

4 Octave 4'

5 Kleingedackt 4'

6 Spitzflöte 4' [nicht o]

7 Quinte 3'

8 Octave 2' [nicht o]

9 Mixtur 2 2/3' 3f. [nicht o, urspr. 1' 4f.]

 

Oberwerk C-d'''

 

10 Gedackt 8'

11 Quintatön 8'

12 Principal 4 [nicht o]

13 Flauto 4'

14 Spitzflöte 2'

15 Geigenprincipal 8' [fehlt, urspr. hier  wohl Sesquialtera 2f. - nicht o]

Pedal [C-c']

 

16 Subbass 16'

17 Violon 16'

18 Principalbass 8'

19 Posaune 16'

 

Nebenzüge:

20 Zymbelstern

21 Calcant

22 Koppel P/I

23 Koppel I/II