Die Orgel in Adelhausen

I/6 1876 Theodor Kühn (Schmiedefeld) in Biedermeiergehäuse (L, OB)

 

Gedackt 8'

Viola di Gamba 8'

Prinzipal 4'

Flöt dolce 4'

Octave 2'

 

Subbaß 16'

 

Pedalkoppel

Calcantenzug


aus den Kirchenakten:

 Hildburghausen d. 10. Januar 1837.

Gutachten des Unterzeichneten die Stubenorgel des Schullehrer Herrn Knopf zu Ebenharz [sic] betreffend.

 

In Auftrag des Schultheißen Dötsch zu Adelhausen untersuchte ich die Stubenorgel des Schullehrer Herrn Knopf zu Ebenharz; welche die Gemeinde zu Adelhausen in ihre Kirche anzukaufen wünscht. Die Orgel paßt auf den Chor der Kirche und es ist noch Platz in der Höhe übrig, sie ist auch für 65 […] nicht zu theuer. Die Orgel hat folgende Register

1, Principal. 4 Fuß von Holz.

2, Gedackt. 8 Fuß von Holz.

3, Flöte. 4 Fuß von Holz.

4, Octava. 2 Fuß von Holz.

5, Mixtur. von Holz, diese ist vor jetzo unbrauchbar, kann aber hergestellt werden.

6, Octavenbaß 8 Fuß von Holz.

 

Ob aber die Orgel in der Kirche zu Adelhausen, die sehr feucht zu scheinen[sic] scheint, stets brauchbar gespielet werden kann, wird sich erst finden, wenn solche stehet, wofür man nicht garantieren kann, weil die Ventile der Windläden und das Pfeiffenwerk in der Stube sehr ausgetrocknet ist, nicht anziehen und verquellen wird.

Dieses ist der wirkliche Befund der Orgel

 

ergebenster H. S. Henne. Orgelbauer.


Im Juli 1867 erstellt Seminarlehrer Anding aus Hildburghausen einen Bericht zum Neubau einer Orgel, die bei Orgelbauer F. W. Holland in Auftrag gegeben werden soll. Anding empfiehlt eine Änderung der Disposition, die in den Akten aber nicht vorliegt. Im Ergebnis erscheint Anding die Holland-Orgel als für Adelhausen ungeeignet, der Neubau unterbleibt.